Ich liebe Schweinebauch. Es soll ja Menschen geben, die diese Liebe nicht teilen, aber wenn man es schafft, sie zu überreden, von diesem – nebenbei bemerkt: absolut unaufwändigen – Braten zu probieren, lösen sich alle Vorurteile in Wohlgefallen auf. Garantiert.
Zutaten
1,5 bis 2 kg Schweinebauch, möglichst ohne Knochen
50 g Salz
50 g Zucker
Zubereitung
Hat man keinen Schweinebauch ohne Knochen bekommen, löst man die Rippenknochen mit einem scharfen Messer aus. Die Schwarte entfernen. Das Fleisch mit der Salz-Zucker-Mischung ringsherum einreiben, in eine Schüssel legen, mit Frischhaltefolie bedecken und über Nacht (oder 5-20 Stunden) im Kühlschrank ruhen lassen. Diesen Vorgang nennt man übrigens Trockenpökelung.
Die ausgetretene Flüssigkeit wegschütten, das Fleisch ringsherum trocken tupfen. Mit der Fettseite (das ist die, wo vorher die Schwarte war) nach oben in einen Topf, eine Auflaufform o. ä. legen:
Im vorgeheizten Ofen für eine Stunde bei 220 °C, danach für eine weitere Stunde bei 130 °C garen. Wenn man will, kann man den Braten zwischendurch mit dem ausgetretenen Saft begießen, ist aber nicht unbedingt notwendig.
In dünne Scheiben schneiden und, je nach Gusto, beispielsweise mit Brot, Ofen- oder Bratkartoffeln servieren, im Herbst/Winter passt auch Wirsing gut. Dazu einen Tomatensalat – und jeder ist glücklich.
Die Reste, die man nicht schafft, halten sich im Kühlschrank mindestens eine Woche und können, dünn aufgeschnitten, auch kalt auf einer Scheibe Brot mit etwas Dijon-Senf gegessen werden.
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Eva • 24. Februar 2022, 14:25 Uhr
Unglaublich lecker, jetzt schon zum zweiten mal gemacht!
Schälen, sautieren, glacieren, genießen, spülen, blanchieren, reduzieren, abschrecken, schneiden, schärfen, Wein trinken, abwaschen, dünsten, braten, raspeln, hobeln, garnieren, lagern, dämpfen, rösten, rupfen, ablöschen, tranchieren, parieren, pochieren, legieren, schuppen, unterheben, grillen, klären, aufwischen, kneten, marinieren, schrubben, mehlieren, gratinieren, putzen, servieren – und was man sonst in einer Küche alles so macht.
Kitchn.de gibt es seit Januar 2013. Hier sind unter anderem (fast) alle Rezepte untergebracht, die ich in meinem Weblog esse est percipi seit 2003 veröffentlicht habe. Natürlich sollen regelmäßig neue hinzu kommen. Dazu gibt es ab und zu Haushaltstipps (wie kriege ich den Rotweinfleck aus der Tischdecke?), Utensilien- und Kochbuchbesprechungen und Zutaten-Know-how.
Haben Sie ein Rezept für mich? Einen Einkaufstipp? Ein geniales Kochbuch, das man gelesen haben muss? Schreiben Sie mir.
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