27. April 2010 | Rezepte

Pork Belly

Anfang der 1990er habe ich in Vorbereitung auf eine Hemingway-Party ein karibisches Kochbuch gekauft. Ich kann mich nur noch vage an solche Zutaten wie Ananas, Speck, Fisch, Limetten, Schweinefleisch, Papayas (und natürlich, später am Abend, einige Daiquiris) erinnern. Was ich aber nie vergessen habe, ist die Marinade für die Spareribs, die, leicht abgewandelt, seither fester Bestandteil meiner Grundrezepte geworden ist.

Sie eignet sich auch hervorragend für Pork Belly (was natürlich nichts anderes ist als schnöder Schweinebauch – sich aber viel appetitlicher anhört).

Pork Belly

Zutaten für 2-3 Personen

4 ca. 1 cm dicke Scheiben Schweinebauch vom Biometzger (man schmeckt den Unterschied!)
das Grün von einem Bund Frühlingszwiebeln
Olivenöl zum Braten
7 EL Ketchup
3 EL Sojasauce
1 EL Honig (zur Not geht auch Zucker)
Chiliflocken
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Schritt 1 Ketchup, Sojasauce (eine helle, milde eignet sich am besten, empfehlenswert ist z.B. Kikkoman, gibt’s günstig in der 1L-Flasche im Asia-Markt, ca. 4 Euro) und Honig verrühren, mit Chiliflocken, Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.

Schritt 2 Die Schweinebauchscheiben von der Schwarte befreien und in ca. 2 cm breite Stücke schneiden. In die vorbereitete Marinade geben, gut durchmischen und im Kühlschrank mindestens zwei Stunden ziehen lassen.

Schritt 3 Sehr wenig Ölivenöl in einer Pfanne sanft (höchstens halbe Herdkraft – ist die Hitze zu groß, verbrennt die Marinade und das Fleisch ist noch nicht gar) erhitzen und die Pork Belly-Stücke inklusive der Marinade hineingeben. Ungefähr 30-40 Minuten dünsten, dabei immer wieder umrühren, bis die Marinade fast verdunstet ist, der Honig anfängt, zu karamellisieren und das Fleisch langsam Farbe annimmt.

Schritt 4 Für die letzten 5 Minuten das in Röllchen geschnittene Frühlingszwiebel-Grün unterrühren und mitdünsten.

Extrem lecker und würzig, kann man mit ganzen Pork Belly-Scheiben übrigens auch auf dem Gartengrill machen, wenn er nicht mehr ganz so heiß ist. Dazu passt z. B. ein Fenchel-Carpaccio.

Nebenbei möchte ich mal alle heimlichen Rezepte-Nachkocher aus dem Freundes-/Bekanntenkreis grüßen, von denen ich, eher zufällig und teilweise aus zweiter Hand, in letzter Zeit erfahren habe – ein besonderer Gruß geht nach Nashville, Tennessee ;-)

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