Chili con Carne
Höre ich Sie gähnen, verehrte Leser, wenn sie „Chili con carne“ lesen? Vertrauen Sie mir: Dieses Rezept hat wenig mit dem zu tun, was man gemeinhin als Chili serviert bekommt.
Zwei Sachen vorweg: Chili kommt nicht aus Mexiko, sondern aus der amerikanischen Tex-Mex Küche, und: In ein Chili gehören niemals Paprikaschoten. Nachdem das geklärt ist, hier die Zutatenliste für 4-6 Personen (je nach Hunger bzw. Menge der Beilagen und/oder Vorspeisen):
Zutaten
- 1 kg Rindfleisch aus der Keule
- 1 große Dose geschälte Tomaten
- 300 ml Hühnerbrühe
- 2-4 rote Chilischoten (oder mehr, some like it hot)
- 1 Gemüsezwiebel
- 4 Knoblauchzehen
- 1 EL Cumin (Kreuzkümmel)
- 2 Lorbeerblätter
- 75 g Tomatenmark
- 1 kleine Dose Kidneybohnen
- Schweineschmalz zum Anbraten

Vorbereitung
Das Rindfleisch parieren, danach erst in 1 cm dicke Scheiben, diese wiederum in ca. 4 cm breite Streifen schneiden. Anschließend beginnt die eigentliche Arbeit: Legen Sie sich zwei, drei oder mehr (je schärfer Ihr Kochmesser, desto mehr können Sie nehmen) Streifen des Rindfleischs zurecht und zerteilen Sie sie der Länge nach in sehr schmale Streifen. Idealerweise sieht Ihr gesamtes Rindfleisch 10 bis 15 Minuten später aus wie grobes Hackfleisch.
Natürlich könnten Sie auch gleich Rinderhack kaufen, aber das ist – wenn ich meinem Geschmack und dem meiner Gäste, denen ich schon beides vorgesetzt habe, glauben darf – nicht zu vergleichen.
Zubereitung
Das Rindfleisch sehr scharf in Schmalz anbraten. Tipp: geben Sie nicht gleich das gesamte Fleisch in den Topf und rühren Sie nicht sofort um, beides kühlt den Topf zu sehr ab – das Fleisch wird dann gekocht statt gebraten und entwickelt weniger Geschmack.
Nach ca. 5 Minuten die kleingewürfelte Zwiebel und den feingehackten Knoblauch dazu geben. Wenn das Hack gar und leicht knusprig ist, den Kreuzkümmel und die kleingehackten Chilischoten unterrrühren und eine Minute mit schmoren lassen. Mit der Brühe aufgießen, die Tomaten, das Tomatenmark und die Lorbeerblätter dazu geben und 2 Stunden köcheln lassen. Die letzten 15 Minuten die abgegossenen und -gespülten Kidneybohnen mit dazu geben und mit Salz (Vorsicht: Die Brühe bringt schon Salz mit) abschmecken.
Dazu gibt es Weißbrot, ein Schälchen Crème Fraîche oder Schmand und ein Schälchen kleingehackte glatte Petersilie – davon kann sich dann am Tisch jeder selbst bedienen.
¡Vamos linditas mias!
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